SHG Bonn

Bewegung senkt das Krebsrisiko

Die Deutsche Krebshilfe ruft zu körperlich aktiverem Lebensstil auf

Siebeneinhalb Stunden täglich sitzen die Menschen in Deutschland im Durchschnitt.
Das hat erhebliche Folgen für die Gesundheit: Unabhängig vom Aktivitätslevel erhöht
sitzende Tätigkeit nachweislich das Krebsrisiko. Vor allem die Wahrscheinlichkeit,
an Darm- und Gebärmutterhalskrebs zu erkranken, steigt. Wer wenig sitzt und zudem
regelmäßig körperlich aktiv ist, erkrankt dagegen seltener an Krebs.

Mit der Kampagne „Bewegung gegen Krebs“ unterstützt die Deutsche Krebshilfe die Menschen,
ihren Alltag bewegter zu gestalten.

Im Rahmen der gemeinsamen Präventionskampagne „Bewegung gegen Krebs“ der
Deutschen Krebshilfe, des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) und der
Deutschen Sporthochschule Köln erhalten Interessierte einfache Tipps und Hilfen
für die ersten Schritte hin zu mehr Bewegung.

„Wir möchten zeigen, dass es sich lohnt, seinen Körper zu fordern – für das eigene
Selbstbewusstsein, aber vor allem für die eigene Gesundheit und ein vermindertes
Krebsrisiko“, so Gerd Nettekoven, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Krebshilfe.

Die Pressemitteilung mit vielen informativen und nützlichen Links können Sie

 

 

lesen.

Bundesverbände der Krebs-Selbsthilfe schließen sich zusammen

Am Donnerstag, den 18. Juni 2015 haben sich die 9 im Haus der Krebs-Selbsthilfe in Bonn ansässigen Krebs-Selbsthilfe-Verbände zu einem Bundesverband zusammengeschlossen. Gemeinsam wollen sie zukünftig für die Belange von Krebspatienten eintreten.

Der Bundesverband freut sich auf eine konstruktive und erfolgreiche Zusammenarbeit.

 

 

Artikel über die Patiententage in Bad Münder

Die Neue Deister-Zeitung hat anlässlich unserer diesjährigen Patiententage in Bad Münder in ihrer Ausgabe vom 1. Juni 2015 einen Artikel über unsere Veranstaltung veröffentlicht.

Gerne stellen wir auch denen, die nicht im Einzugsgebiet dieser Lokalzeitung leben, hiermit diesen Artikel zur Verfügung.

Situation schwerbehinderter Menschen auf dem Arbeitsmarkt

Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) informiert in einem aktuellen Bericht über die Situation älterer, schwerbehinderter Arbeitslose in Hartz IV.

Sie können den Bericht

als pdf-downloaden.

Am Ende dieses Berichts finden Sie auch einen Link, unter dem die Broschüre des DGB „Für eine sozialstaatliche Arbeitsmarktpolitik – DGB-Vorschläge zur Neuausrichtung der Arbeitsförderung“ bestellt werden kann.

Fortschritte bei Immuntherapien von Krebserkrankungen

„Wir wissen heute, dass sich unser Immunsystem zwar sehr wohl mit einem Tumor auseinandersetzt“, erläutert der Mainzer Wissenschaftler Ugur Sahin. Dies reiche in der Regel aber nicht aus, um den Tumor zu kontrollieren. Eine naheliegende Strategie sei daher, das Immunsystem derart zu aktivieren, dass es in der Lage sei, das Tumorwachstum zu begrenzen und bösartige Zellen zu zerstören.

Der neue Ansatz der individualisierten Immuntherapie bei Krebs zielt darauf ab, Mutationen in einem Tumor zu identifizieren und mit diesem Bauplan einen synthetischen Impfstoff herzustellen, der für den speziellen Tumor und damit den Patienten maßgeschneidert ist. Dieser wiederum soll das körpereigene Immunsystem anleiten und trainieren, den Tumor gezielt zu bekämpfen.

„Die Umsetzung dieses vielversprechenden Ansatzes wurde bisher dadurch erschwert, dass die Mutationen eines Tumors von Patient zu Patient extrem unterschiedlich sind, und es daher sehr aufwändig ist, maßgeschneiderte Impfstoffe ‚on demand‘ herzu­stellen“, erläutert Sahin. Die Arbeitsgruppe meint nun, dafür einen praktikablen Weg gefunden zu haben. „Wir beschreiben sowohl grundlagenimmunologische Erkenntnisse als auch technologische Fortschritte, die uns erlauben Krebspatienten einer indivi­dualisierten Immuntherapie zuzuführen“, so Sahin.

 

Rauchen belastet das Gesundheitssystem

Dr. Tobias Effertz von der Uni Hamburg hat die Kosten des Rauchens für Deutschland berechnet und die Ergebnisse in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Krebsforschungszentrum veröffentlicht. Demnach belastet das Rauchen die Sozialversicherungen enorm und verursacht jährlich einen finanziellen Schaden von rund 79 Milliarden Euro.

Diese hohen Kosten sind neben dem Gesundheitsschutz der Bevölkerung ein weiterer Grund, präventiv gegen den Tabakkonsum vorzugehen.

Die tabakbedingten Kosten setzen sich aus direkten und indirekten Kosten zusammen. Die direkten Kosten entstehen im Gesundheitssystem und beinhalten den Wert der Behandlung tabakbedingter Krankheiten durch Arzneimittel und medizinische Dienstleistungen (Operationen, Rehabilitationsmaßnahmen). Die indirekten Kosten umfassen die Produktionsausfälle, die der Volkswirtschaft durch das krankheitsbedingtes Fehlen am Arbeitsplatz und durch verlorene Lebensjahre infolge des Tabakkonsums entstehen.

Nach den aktuellen Berechnungen des Hamburger Wirtschaftswissenschaftlers Dr. Tobias Effertz belaufen sich die tabakbedingten Kosten in Deutschland jährlich auf 79,09 Milliarden Euro. Sie setzen sich aus direkten Kosten in Höhe von 25,41 Milliarden Euro und indirekten Kosten von 53,68 Milliarden Euro zusammen.

Raucher belasten die Sozialversicherung deutlich mehr als Nichtraucher: Insgesamt kostet ein lebenslanger Raucher (ab dem Alter von 15 Jahren) die gesetzliche Krankenversicherung bis zu seinem Tod rund 90. 000 Euro, eine lebenslange Raucherin dagegen 529.000 Euro. Der Unterschied zwischen den Geschlechtern kommt durch die geringere Bezahlung und Erwerbstätigkeit der Frauen zustande. Die Kosten, die den Sozialversicherungen durch das Rauchen entstehen, verursachen Beitragserhöhungen. Diese werden jedoch nicht allein von den Kostenverursachern, den Rauchern, sondern auch von Nichtrauchern getragen – also auf die Allgemeinheit umverteilt.

„Die Zahlen belegen die dringende gesundheitspolitische Notwendigkeit, den Tabakkonsum zu senken – nicht nur aus Gründen des Gesundheitsschutzes. Das beste Mittel dafür ist eine deutliche Erhöhung der Tabaksteuer. Denn Tabaksteuererhöhungen halten insbesondere Jugendliche vom Rauchen ab“, sagt Dr. Martina Pötschke-Langer vom Deutschen Krebsforschungszentrum. „Jeder Jugendliche, der nicht raucht, erweist seiner Gesundheit große Dienste und entlastet zudem die Kranken- und Rentenkasse erheblich.“

„Der faire Preis für eine Packung mit 19 Zigaretten, der die direkten Kosten kompensieren würden, läge etwa bei 7,80 Euro“, sagt Dr. Effertz. „Berücksichtigt man zusätzlich die indirekten Kosten, müsste die Zigarettenpackung 11,30 Euro kosten.“ Einige Länder haben bereits durch hohe Besteuerung Preise in den hier vorgeschlagenen Dimensionen eingeführt: In Großbritannien kostet eine Packung Zigaretten etwa 8,10 Euro, in Norwegen 11,80 Euro. In beiden Ländern rauchen weniger als 20 Prozent der Bevölkerung. In Deutschland rauchen rund 28 Prozent.

 

Medikation nach der inneren Uhr – die Chronotherapie

Unsere innere Uhr bestimmt viele unserer Körperfunktionen. Das gleiche gilt für die Tumorzellen, belegt nun eine EU-finanzierte Forschung. Diese Entdeckung könnte den Weg zu einem effizienteren, personalisierten Ansatz zur Behandlung von Krebs aufzeigen.

Die biologische Uhr, die sich in unserem Gehirn befindet, regelt hunderte von biochemischen, psychologischen und Verhaltensprozessen, die den ganzen Tag über in unserem Körper ihren Rhythmus haben. Dieser 24 Stunden-Rhythmus konnte bei Säugetieren in praktisch jeder Zelle des Körpers festgestellt werden. Die endogenen (inneren) Rhythmen sind mit der Außenwelt synchronisiert und Tageslicht ist eine der wichtigsten Synchronisierungen.
Diesen Tagesrhythmus findet man ebenso in vielen Aspekten der Krankheit. Die Intensität der Symptome ändert sich rhythmisch im Laufe des 24-Stunden-Tages. Das gleiche gilt für unsere körpereigene Aufgeschlossenheit gegenüber Medikamenten. Hier kommt das Konzept der Chronotherapie – die Anwendung der Behandlung in der dafür optimalen Tageszeit um den Therapieerfolg zu steigern – ins Spiel.

Das richtige Timing

In den letzten 30 Jahren konnte das Potential der Chronotherapie, die Wirksamkeit der Krebstherapie zu verbessern, nachgewiesen werden sagt Maria Comas Soberats, die Empfängerin des von der EU finanzierten „Cancertime“ Forschungsstipendiums.

Bis jetzt wurde die Chronotherapie erst in wenigen Krankenhäusern übernommen. Was auch daran liegt, dass die beste Zeit zur Verabreichung vieler Medikamente die Nacht ist, in der viele Krankenhäuser wenig Personal zur Verfügung haben. Hinzu kommt, dass noch zu wenig Informationen über die Mechanismen zwischen der Chronotherapie und der Behandlung von Krebs vorliegen.

Die Uhr tickt für Krebs

In einer Petrischale am Leben gehalten, können Tumoren sogar für mehrere Tage weiterleben, nachdem sie aus dem Körper entfernt worden sind. Dies bestätigt, dass die inneren Uhren in diesen Tumoren auch arbeiten, wenn sie nicht hormonelle oder metabolische Signale vom umgebenden Gewebe empfangen. Dieses Wissen wird helfen, für Krebspatienten Chronostrategien zu entwickeln.

Als Ergebnis wird die Krebstherapie in den kommenden Jahren personalisiert: Ärzte werden eine Probe von jedem Tumor nehmen und seine spezifische genetische Eigenschaften bestimmen. In Kombination mit Informationen von diesem bestimmten Patienten werden sie in der Lage sein, eine personalisierte Behandlung zu entwerfen, die die höchste Wahrscheinlichkeit des Erfolgs für den Patienten verspricht.

Jeder Mensch hat eine eigene innere Uhr, die bei jeder personalisierten Krebstherapie in Betracht gezogen werden soll.

INFONETZ KREBS

 

Die Deutsche Krebshilfe e. V. bietet Beratung für Betroffene bei allen Fragen rund um das Thema Krebs an.

Das INFONETZ KREBS ist telefonisch und per Email zu erreichen.

 

 

Logopädieausbildung: Zusammenarbeit mit dem Bundesverband der Kehlkopfoperierten e.V.

Mit einem gemeinsamen Schreiben haben der Präsident und die Schatzmeisterin unseres Bundesverbandes, die Präsidentin des Deutschen Bundesverbandes für Logopädie e.V. sowie die erste Vorsitzende des Bundesverbandes Deutscher Schulen für Logopädie e.V. die Ausbildungseinrichtungen für Logopädie auf die gesundheitsbezogene Selbsthilfe aufmerksam gemacht.

Insbesondere wollen die drei Verbände die Ausbildungsstätten dazu anregen, Kontakt mit den Selbsthilfeverbänden vor Ort aufzunehmen und auch im Unterricht den Diskurs mit den Betroffenen zu suchen. Gerade bei Diagnosen wie Kehlkopfkrebs sei dies von besonderer Bedeutung und bringe den Studierenden Erkenntnisse, die über die Vermittlung theoretischen Wissens hinausgehen.