Jeder 20. Tumor wächst in der Kopf-Hals-Region und drängt Patienten oft in die Isolation

Jeder 20. Tumor wächst in der Kopf-Hals-Region und drängt Patienten oft in die Isolation – neue Therapiemöglichkeiten; Chancen und Risiken

Jeder 20. Krebspatient hat einen Kopf-Hals-Tumor – mit zum Teil fatalen Folgen: 50% der Patienten versterben, die andere Hälfte führt oft ein Leben abseits der Öffentlichkeit, weil der Tumor oder die Therapie zum Sprechverlust führt, das normale Essen häufig unmöglich ist, oder die Patienten durch die Krankheit entstellt wurden. Der 31. Deutscher Krebskongress (19. bis 22. Februar 2014 in Berlin) will diese oft versteckte und verdrängte Krankheit mit in den Mittelpunkt stellen. Im Rahmen einer Pressekonferenz sollen Betroffene zu Wort kommen und eine interdisziplinäre Expertengruppe wird von den Fortschritten und Problemen der Therapie berichten.

In den vergangenen Jahren haben sich Hals-Nasen-Ohren-Ärzte, Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgen, Radioonkologen und internistische Onkologen fachübergreifend dafür engagiert, Kopf-Hals-Tumoren durch operative Maßnahmen, Strahlen- und Chemotherapie besser zu behandeln – mit Erfolg: die Prognose und Therapie der Patienten konnte deutlich verbessert werden; bei einem Teil der Patienten kann die Sprech- und Schluckfunktion erhalten werden. Auf dem Deutschen Krebskongress werden die Ergebnisse von aktuellen Studien dem Fachpublikum vorgestellt.

Betroffene von Kopf-Hals-Tumoren werden stigmatisiert, weil ihr Gesicht durch den Tumor oder die Therapie erheblich entstellt wurde und weil als Krankheitsursachen oft nur Alkohol und Rauchen bekannt sind. Tatsächlich können Kopf-Hals-Tumoren aber auch durch Viruserkrankungen, Asbest- oder auch Holzstaub verursacht werden.

Pressekonferenz der Interdisziplinären Arbeitsgemeinschaft Kopf-Hals-Tumore (IAG-KHT) und der Arbeitsgemeinschaft Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Mund-Kiefer-Gesichtschirurgische Onkologie (AHMO) der Deutschen Krebsgesellschaft im Rahmen des Deutschen Krebskongresses am 20 . Februar 2014 in Berlin.

Prof. Dr. Rainer Fietkau und Prof Dr. Andreas Dietz

Beteiligte Arbeitsgemeinschaften der DKG:

  • Interdisziplinären Arbeitsgemeinschaft Kopf-Hals-Tumoren (IAG-KHT)
  • Arbeitsgemeinschaft HNO und MKG der Deutschen Krebsgesellschaft (AHMO)
  • Arbeitsgemeinschaft Radioonkologie (ARO)
  • Arbeitsgemeinschaft der Internistischen Onkologie (AIO)

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